Die typisch friesische Landschaft mit ihren grünen Wiesen, auf denen Kühe grasen, wurde vom Menschen geprägt. Das Gebiet der Moorwiesen, das einst für den Torfabbau abgestochen wurde, kämpft mit Bodenabsenkungen und einem komplexen Wassermanagement. Wie können wir den ländlichen Raum so nutzen, dass Landwirte, Land und Tiere gleichermaßen gedeihen? Im Rahmen der friesischen Triennale Arcadia hat das Fries Museum die Designerin Christien Meindertsma eingeladen, gemeinsam mit den internationalen Kuratoren Laura Drouet und Olivier Lacrouts (studio d-o-t-s) über das friesische Torfmoor nachzudenken. Vom 7. Mai 2022 bis zum 10. April 2023 werden sie ihre Analyse der aktuellen Situation vorstellen und Szenarien für die Zukunft entwerfen. Ein Beispiel ist die Paludikultur als Alternative zur intensiven Milchviehhaltung. Diese neue Form der Landwirtschaft konzentriert sich auf Pflanzen, die bei hohem Grundwasserspiegel gedeihen, wie Brunnenkresse, Torfmoos, Preiselbeeren, Schilf und Wildreis. Die Interaktion mit Einwohnern, Forschern und (Interessen-)Organisationen spielt eine entscheidende Rolle bei der Vorbereitung und während der Ausstellung.
Wiederentdeckung der friesischen Moorwiese mit Christien Meindertsma ist der Auftakt zu einem größeren Projekt mit Reflexionen von Designern über die Landschaft, das das Fries Museum in Zusammenarbeit mit Arcadia und studio d-o-t-s im Jahr 2025 präsentieren wird.