petrit halilaj

16. april 2022 bis 5. märz 2023
petrit halilaj

petrit halilaj

16. april 2022 bis 5. märz 2023

Das Fries Museum präsentiert die erste Ausstellung von Petrit Halilaj in den Niederlanden. In Installationen, Zeichnungen und Videos beschäftigt sich Halilaj (1986 Kostërrc, Kosovo) mit Themen wie kulturelle Identität, Nationalität und Erbe. Seine Biografie ist oft der Ausgangspunkt für seine Arbeit. Immer wieder tauchen Vögel und andere Tiere in seinem Werk auf, meist als Metaphern für Verwandlung. Zum Beispiel in groß angelegten Installationen, in denen Mottenkostüme und vogelähnliche Skulpturen zu sehen sind. Ru (2017) und Shkrepëtima (2018), zwei seiner bekanntesten, monumentalen Projekte, sind ab Frühjahr 2022 in Leeuwarden zu sehen. In seiner Einzelausstellung im Fries Museum verwebt Halilaj Realität und Fantasie in Installationen, die die Rolle der Kunst und des kulturellen Erbes innerhalb einer Gemeinschaft beleuchten.

Shkrepetima
Shkrepetima

Shkrepëtima, Performance, 7. Juli 2018, im ehemaligen Kulturhaus in Runik, Kosovo, mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, ChertLüdde, Berlin; kamel mennour, London/Paris

Kosovokrieg
Halilajs Arbeit ist eng mit der jüngsten Geschichte des Kosovo und den politischen und kulturellen Spannungen in der Region verbunden. Seine Arbeit entspringt intimen, persönlichen Erfahrungen, berührt aber gleichzeitig weiter gefasste, gesellschaftliche Themen wie Freiheit und Identität, die (Auf-)Wertung privater und öffentlicher Erzählungen und die Anerkennung von LGBTQI+. Sein jüngstes Projekt ist eine Adaption von 38 Kinderzeichnungen, die er im Alter von 13 Jahren im Flüchtlingslager Kukes II (Albanien) während des Kosovo-Krieges (1998-99) angefertigt hat. Die Ausstellung ist derzeit bis zum 16. Januar 2022 in der Tate St Ives (UK) zu sehen.

RU
RU

biennale von venedig
Petrit Halilaj lebt und arbeitet in Deutschland, im Kosovo und in Italien. Seine Arbeiten wurden bereits in Einzelausstellungen im Museo Reina Sofía, Madrid; im New Museum, New York City; in der Fondazione Merz, Turin; im Hammer Museum, Los Angeles; im Hangar Bicocca, Mailand; im Kölnischen Kunstverein, Köln; in der Bundeskunsthalle, Bonn und im WIELS, Brüssel gezeigt. Halilaj war der erste Künstler, der das Kosovo auf der 55. Biennale von Venedig 2013 vertrat.

Seit 2020 ist er Studio-Professor an der École nationale supérieure des Beaux-Arts, Paris, Frankreich.

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