Neo Matloga (Südafrika 1993) wohnt und arbeitet in Amsterdam, wo er einen zweijährigen Aufenthalt in De Ateliers hinter sich hat. 2018 gewann er den Königlichen Preis für Freie Malerei. Die Jury nannte ihn einen Geschichtenerzähler von großer Kühnheit. Anfang dieses Jahres wurde Matloga darüber hinaus für den Volkskrant-Preis Bildende Kunst 2019 nominiert. Neo Matloga: neo to love im Fries Museum zeigt neue Werke des jungen Künstlers. Seine großformatigen Collagemalereien stellen häusliche Szenen aus seiner Jugend dar. In Schwarz, Grau und Weiß lässt der junge Künstler das Familienleben nach der Apartheid entstehen. Seine intimen Gemälde, Zeichnungen und Collagen zeigen Menschen, die gemeinsam essen, tanzen oder einander in bewegten Zeiten lieben. Soziale Äußerungen, die universell sind. Matloga stellt die Vision dessen, was normal oder exotisch ist, in Frage, ein Maßstab, der stark von der westlichen Weltsicht beeinflusst ist.
Speziell für seine Ausstellung im Fries Museum stellt er neue Arbeiten her. Inspiriert von einem Besuch der Ausstellung Rembrandt & Saskia: Liebe im Goldenen Jahrhundert, die bis zum 17. März im Museum in Leeuwarden zu sehen war, vertiefte er sich in die Thematik der Intimität im 17. Jahrhundert. Er fantasiert in seinen neuen Arbeiten, welche Bedeutung er wohl in der Zeit Rembrandts als Maler gehabt hätte.