noorderlicht simulacrum II

Vom 8. September bis zum 25. November 2018 präsentieren das Fries Museum und Noorderlicht Simulacrum II. In dieser Fotoausstellung sind fünf Künstler zu sehen, die die Wirklichkeit nach ihrem Willen gestalten. Die Grenze zwischen echt und unecht ist kaum noch erkennbar.

Fotografie ist schon lange nicht mehr vertrauenswürdig, wenn es um die Wiedergabe der Wirklichkeit geht. Viele der Bilder um uns herum sind manipuliert. Die Reklamewelt nutzt digitale Modelle und in Filmen werden völlig andere Welten geschaffen. Die Wirklichkeit kann man erschaffen. Die Künstler dieser Ausstellung untersuchen die Erschaffung einer Wirklichkeit, jeder auf seine eigene Art und Weise.

scheinwirklichkeit

Beate Gütschow (Deutschland 1970) kreiert unwirkliche Ansichten von städtischen Parks. In dieser Serie nutzt sie eine mittelalterliche Perspektive, ohne Fluchtpunkt. Grégory Chatonsky (Frankreich 1971) nutzt Software, um Satellitenbilder zu reproduzieren. Durch Störungen im System entstehen neue, abstrakte Landschaften. Mit Hilfe eines 3D-Scanners registriert Thibault Brunet (Frankreich 1982) die Umgebung. Wer gut hinsieht, sieht in jedem dieser Werke einen schwarzen Fleck, von dem heraus sich die Landschaft zu entfalten scheint. Lionel Bayol-Thémines (Frankreich 1968) kopiert Muster aus Fotografien von beschneiten Berggipfeln, um daraus seine eigenen nicht existierenden Berge zu schaffen. Auf Basis von Tausenden von Fotos stellt Leigh Merrill (Vereinigte Staaten 1978) ideale Landschaften zusammen, in denen die Betonung auf Verlangen und Schönheit liegt.