vanitasstillleben

Auf den ersten Blick ist dies ein Tisch voller seltsamer Dinge, aber im 17. Jahrhundert verstand man sofort, was der Maler Dirck De Horn mit dem Stillleben sagen wollte. Die Geige, deren Töne verklungen sind, und der mit einem Lorbeerkranz geschmückte Totenschädel betonen, dass der Tod über das Leben siegt. Auch die leeren Muschelschalen, alles verweist auf die Vergänglichkeit.

Das Bild huldigt auch den Künsten und Wissenschaften: die beiden Gipsköpfe und der steinerne Fuß verweisen auf die Bildhauerei, die Geige auf die Musik und der Himmelsglobus auf die Wissenschaft der Astronomie.

Gleichzeitig stellte der Künstler unter Beweis, wie perfekt er es verstand, die funkelnden goldenen Kelche oder die glänzenden Muscheln wiederzugeben.

Vanitasstilleven, Dirck de Horn, circa 1650


Vanitasstillleben, Dirck de Horn, um 1650