hludana altarstein

Nur ihre Füße haben die Zeit überstanden. Die Göttin, die einst auf diesem Altarstein stand, war Hludana. Das wissen wir dank der Inschrift. Hludana war die hiesige Göttin des Wassers und der Fischerei. Eine Naturgöttin, die von den frühen Warftbewohnern Frieslands verehrt wurde, meist indem sie ihr Speisegaben darbrachten.

Im ersten Jahrhundert nach Christus herrschten die Römer beinahe über ganz Europa. Der Rhein bildete die Nordgrenze ihres Reichs. Die Friesen wohnten zwar jenseits des Rheins, standen aber in Kontakt mit den Römern und handelten mit ihnen. Sie kannten die römischen Götterbilder und Altarsteine und ließen sich davon inspirieren. Dieser Hludanastein ist daher eine Mischung aus alter friesischer Tradition und römischem Einfluss.

Neugierig, was die lateinische Inschrift besagt? Übersetzt steht dort: „Der Göttin Hludana haben die Pächter der Fischerei, unter Hauptpächter Quintus Valerius Secundus, ihr Gelübde entrichtet, freiwillig und nach ihrem Verdienst.“

Altaarsteen gewijd aan Hludana, eind 2e begin 3e eeuw

altarstein, der hludana geweiht, ende 2. jh. bis anfang 3. jh.